Direkt zum Inhalt

faced GEGENÜBERGESTANDEN


Einzelausstellung von Bernd Telle

Vernissage: Sonntag 17. Juni 2018 ab 15 Uhr
Ausstellungsdauer: 17. Juni–29. Juli 2018
im Kulturladen Schloss Almoshof
geöffnet Mo–Fr 10–12 und 14–16.30 Uhr
und So 13–18 Uhr + Kunstcafé
Sondertermin: 1. Juli 15–17 Uhr foto live! Aktion
Werde zum Hauptdarsteller vor der Kamera: am 1.7. von 15 bis 17 Uhr gibt es eine Liveaktion, bei der sich die Besucher von Bernd Telle fotografieren lassen können.


Almoshofer Hauptstrasse 49–53 | 90427 Nürnberg
U2 (Flughafen) oder S4 (am Wegfeld) + Bus 33 (Almoshof Schule)
Tel. 0911-231-114 05 | kulturladen-almoshof@stadt.nuernberg.de
// Parkplätze + Zugang auch auf der Rückseite des Schlosses //

Eine Fotografie zeigt niemals die Wahrheit. Es bleibt immer ein Unterschied, ob man einer realen Person oder einer fotografischen Interpretation gegenübersteht. Das Foto verrät aber vieles über die Arbeitsweise und Wahrnehmung des Fotografen.
Flüchtige Begegnungen werden arrangiert, Freunde inszeniert oder aber Bernd Telle schlüpft bei seinen „lookalikes“ in eine andere Person. Das faszinierende seiner Portraits resultiert aus der Fähigkeit, das Besondere, das Einzigartige seines Gegenübers sichtbar zu machen. Die teils großformatigen Fotografien offenbaren Details, die dem bloßen Auge verborgen bleiben würden.

Bernd Telle präsentiert in dieser Themenausstellung zum ersten Mal sein umfangreiches und fesselndes Portfolio zum Thema Portrait. Er gewährt uns Einblicke in seine fotografische Sicht der Dinge und der Menschen, er nimmt uns bei der Hand und will uns sagen: „schaut genau hin – wir reden nicht und unser Schweigen lässt Platz für eigene Gedanken“.

 

WIRHIER

Porträts von Menschen aus Nürnberg.

Ausstellungsdauer vom 2. März bis zum 31. Mai 2018,
in der Sparkasse Nürnberg, Immobilien-Center, 1. UG, Lorenzer Straße 2
göffnet Montag bis Freitag von 9 – 18 Uhr

Wichtige Termine:
>foto walk (Fotografenrundgang) am 16.3./20.4./18.5. von 16 – 18 Uhr
>foto live (Fotoworkshops) am 6.3./10.4./8.5. von 16 – 18 Uhr

Jeder von uns hat sie, die ersten Porträts seines frühen Lebens (eventuell auch schon von vorher). Gleich nach der Geburt, bei der Taufe, in der Badewanne, mit den begeisterten Großeltern und natürlich den stolzen Eltern. Später folgen Fotos bei der Einschulung mit Schultüte und komischer Frisur – Untertitel „jetzt beginnt der Ernst des Lebens“. Oft sehe ich sie beim Einkaufen vor mir an der Kasse aus dem Portmonnaie des Vorkunden blitzen, die Liebsten. Zur Erinnerung, zur Vergewisserung oder als Stellvertreterfunktion schauen Porträts hoher AmtsträgerInnen oder UnternehmerInnen in den Innenräumen öffentlicher oder privater Institutionen auch heute noch wie selbstverständlich dem alltäglichen Geschehen zu.
Früher den gesellschaftlichen Status widerspiegelnd, begannen auch Fotografen, beeinflusst durch den Impressionismus, neue Bildideen in ihre Werke einfließen zu lassen. Der Piktorialismus  brachte erste, eigenständige Bildsprachen von Fotokünstlerinnen und Fotokünstlern auch im Bereich der Porträtfotografie hervor. Das Sichtbarmachen des Charakters des Porträtierten und vielleicht sogar das Einfangen seiner Seele schienen jetzt nicht mehr ganz ausgeschlossen. Mit Hilfe von inszenierten Milieus und Requisiten wurden die so entstandenen Fotografien zu eigenständigen Werken, die nun auch viel über den Fotografen erzählten.
Wenn sich heute  5 Fotografinnen und 7 Fotografen der fotoszene nürnberg zu dem Thema „WIRHIER“ verabreden, fließen diese ganzen kunstgeschichtlichen und erlebten Vergangenheiten in die Menschenbilder der hier gezeigten Ausstellung mit ein. Fast alle fotografischen Techniken kommen zum Einsatz, spielen aber letzten Endes nicht die entscheidende Rolle. Wiederentdeckte analoge, aber auch digitale Aufnahmegeräte ermöglichen ein gleichberechtigtes Nebeneinander. Was zählt, ist die ausgedachte Bildidee und konzeptionelle Umsetzung der Bildmotive.
Scheinbar nur ein Armlänge entfernt sind wir von den Teilnehmern der Selfie-Mitmachaktion. Die per E-Mail eingereichten Selfies wurden von uns ausgesucht und werden in einer Beamerpräsentation an einem Außenfenster des Immobiliencenters der Sparkasse gezeigt.
WIRHIER zeigt zeitgenössische Porträts, unverstellt und neu. Zum Teil bewusst arrangiert, zum Teil dem Augenblick geschuldet. Aber immer ungewöhnlich und unerwartet überraschend sind die Fotografien der 12 Fotokünstlerinnen und Künstler der fotoszene  – und garantiert einzigartig.